Ein Sehtest zeigt, wie scharf Sie sehen und ob Sie eine Brille brauchen. Bei der augenärztlichen Untersuchung geht es außerdem darum, ob Ihre Augen gesund sind (IQWiG, 2024; BMG, 2026). Beides bieten wir in unserer Praxis in Hamburg-Harvestehude an.
Haben Sie Beschwerden oder einen medizinischen Anlass, zahlt Ihre gesetzliche Krankenkasse in der Regel die Untersuchung, die Brillenwerte eingeschlossen (§ 27 SGB V; Verbraucherzentrale, 2025). Eine Vorsorge ohne Anlass zahlen Sie in der Regel selbst. Den Preis nennen wir Ihnen vorher schriftlich (BMG, 2026; § 630c BGB; § 18 BMV-Ä). Mehr dazu unter Was zahlt die Krankenkasse beim Sehtest?
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Plötzliche Veränderungen am Auge? Warten Sie dann nicht auf einen Vorsorgetermin. Bei welchen Warnzeichen Sie sofort kommen sollten, lesen Sie auf der Startseite.
Was gehört zum Sehtest und zur Augenuntersuchung?
Zuerst fragen wir nach Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamenten. Dann prüfen wir, wie scharf Sie in die Ferne und in der Nähe sehen, und messen, ob und welche Brille Sie brauchen (IQWiG, 2024). Mit der Spaltlampe, einem Mikroskop mit Licht, betrachten wir den vorderen Teil Ihrer Augen (IQWiG, 2024). Je nach Anlass kommen weitere Untersuchungen hinzu, etwa ein Blick auf den Augenhintergrund, die Messung des Augendrucks oder des Gesichtsfelds (IQWiG, 2024). Wann eine OCT, ein Schnittbild der Netzhaut, sinnvoll ist, lesen Sie auf der Seite Netzhaut & Makula.
Für den Blick auf den Augenhintergrund erweitern wir die Pupille oft mit Tropfen (IQWiG, 2024). Danach sind Ihre Augen eine Weile lichtempfindlich, und Sie sehen unscharf (IQWiG, 2024). Selbst Auto fahren dürfen Sie in dieser Zeit grundsätzlich nicht (BVA & DOG, 2018). Mehr dazu, wie lange die Tropfen wirken. Kommen Sie deshalb mit Bus und Bahn oder in Begleitung, und bringen Sie eine Sonnenbrille mit.
Wie oft sollten Sie zum Augenarzt?
Ohne Beschwerden gibt es keinen festen Abstand, der für alle gilt. Eine eigene Leitlinie zur allgemeinen Augenvorsorge gibt es nach unserem Kenntnisstand nicht. Feste Abstände nennt die Leitlinie zur Früherkennung des Grünen Stars, einer Schädigung des Sehnervs. Danach soll allen ab 40 eine Untersuchung angeboten werden, und zwar ohne weitere Risikofaktoren (DOG & BVA, 2024):
- zwischen 40 und 59 Jahren alle fünf Jahre
- ab 60 Jahren alle zwei bis drei Jahre
Diese Abstände beruhen auf einer Einigung der Fachleute, weil es dazu keine Studien gibt (DOG & BVA, 2024). Der Berufsverband der Augenärzte rät auf seinem Patientenportal allgemein, sich ab 40 einmal im Jahr augenärztlich kontrollieren zu lassen (BVA, 2026a). Haben Sie Beschwerden, warten Sie nicht auf den nächsten Vorsorgetermin.
Kürzere Abstände gelten zum Beispiel bei Diabetes (Diabetes & Augen) und bei Risikofaktoren für einen Grünen Star (Glaukom). Für Kinder gelten eigene Empfehlungen (Kinderaugenheilkunde). Für Brillenträgerinnen und Brillenträger nennen unsere Quellen keinen festen Abstand. Sehen Sie mit Ihrer Brille schlechter, lassen Sie es prüfen.
Ab etwa Mitte 40 lässt bei den meisten Menschen das Sehen in der Nähe nach, die Alterssichtigkeit. Mit 45 brauchen viele eine Lesebrille (BMG, 2024). Ab 40 sieht die Leitlinie vor, eine Früherkennung des Grünen Stars anzubieten (DOG & BVA, 2024). Ab 60 nennt der Berufsverband zusätzlich eine Untersuchung der Netzhautmitte auf eine Makuladegeneration (BVA, 2026b). Ohne Beschwerden zahlen Sie diese Untersuchungen in der Regel selbst (BMG, 2026). Ob sie Menschen ohne Beschwerden nützen, beurteilen Fachleute unterschiedlich. Mehr dazu auf der Seite Glaukom.
Augenarzt oder Optiker: Wer macht was?
Sehschärfe und Brillenwerte messen Optikerinnen und Optiker ebenso wie wir. Optiker dürfen auch weitere Messungen anbieten. Ob ein Ergebnis auf eine Krankheit hinweist, beurteilt aber die Ärztin oder der Arzt; das hat das Bundesverfassungsgericht festgehalten (BVerfG, 2000). Sehen Sie schlechter und wissen nicht, warum, oder haben Sie andere Beschwerden am Auge, ist deshalb die Augenarztpraxis die richtige Adresse. Eine Alterssichtigkeit kann auch der Optiker feststellen (BMG, 2024).
Nur, wenn die Kasse die Gläser zahlen soll. Für die erste Brille auf Kassenkosten braucht es eine augenärztliche Verordnung, weil zuerst die Ursache der Sehschwäche abgeklärt werden soll (G-BA, 2025). Erwachsene haben allerdings nur in bestimmten Fällen Anspruch auf Brillengläser von der Kasse (G-BA, 2025). Welche das sind, lesen Sie unter Was zahlt die Krankenkasse beim Sehtest? Zahlen Sie Ihre Brille selbst, genügt auch die Messung beim Optiker.
Platzhaltertext: Fiktive Musterpraxis. Medizinische Inhalte vor einer echten Veröffentlichung fachlich prüfen lassen.