Sie tragen eine Brille oder Kontaktlinsen und überlegen, ob Augenlasern für Sie infrage kommt? In unserer Praxis in Hamburg-Harvestehude beraten und untersuchen wir Sie zur Femto-LASIK. Sie kann Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung ausgleichen. Ob sie für Ihre Augen passt, zeigt die Voruntersuchung. Passt sie nicht, sagen wir es Ihnen.
Die gesetzliche Krankenkasse zahlt das Augenlasern nicht, auch nicht die Voruntersuchung (IQWiG, 2024a). Die Voruntersuchung zahlen Sie also selbst; den Preis nennen wir Ihnen vor dem Termin. Den Termin buchen Sie online. Tragen Sie Kontaktlinsen, lassen Sie sie vorher eine Zeit lang weg: Kontaktlinsen rechtzeitig weglassen.
Voruntersuchung online buchenWo findet die Behandlung statt, und wer führt sie durch?
Gelasert wird in einem Laserzentrum in Hamburg, mit dem wir zusammenarbeiten. Es lasert eine Augenärztin oder ein Augenarzt aus unserer Praxis. Die Behandlung ist ambulant: Sie gehen am selben Tag wieder nach Hause (IQWiG, 2024a). Voruntersuchung, Aufklärungsgespräch und die Kontrollen danach finden in unserer Praxis statt.
Was ist Femto-LASIK?
Bei der Femto-LASIK formt ein Laser Ihre Hornhaut so um, dass Ihr Auge das Licht wieder scharf auf der Netzhaut bündelt (IQWiG, 2024a). Dafür schneidet ein erster Laser, der Femtosekundenlaser, einen dünnen Deckel in die Hornhaut. Dieser Deckel (Fachwort: Flap) wird aufgeklappt. Ein zweiter Laser, der Excimer-Laser, trägt darunter nach Ihren Messwerten etwas Hornhaut ab. Danach wird der Deckel zurückgeklappt. Er saugt sich von selbst an und wächst in wenigen Tagen wieder an (IQWiG, 2024a; KRC, o. J.).
Der Unterschied liegt im ersten Schritt: Bei der klassischen LASIK schneidet ein feines Messer (Mikrokeratom) den Deckel, bei der Femto-LASIK ein Laser (IQWiG, 2024a; KRC, o. J.). Das Lasern der Fehlsichtigkeit danach ist bei beiden Verfahren gleich (IQWiG, 2024a). Die Kommission Refraktive Chirurgie der augenärztlichen Fachgesellschaften beschreibt den Laserschnitt als gleichmäßiger (KRC, o. J.). Laut Berufsverband der Augenärzte lassen sich damit auch etwas dünnere Hornhäute behandeln (BVA, 2026). Ob die Femto-LASIK oder ein anderes Verfahren besser zu Ihren Augen passt, hängt von Ihren Messwerten ab.
Ja. Bei der PRK und der LASEK wird kein Deckel geschnitten, sondern die oberste Hornhautschicht abgetragen oder zur Seite geschoben. Bei SMILE entnimmt der Laser ein dünnes Gewebescheibchen durch einen kleinen Schnitt (IQWiG, 2024a). Wir bieten nur die Femto-LASIK an. Passt sie nicht zu Ihren Augen, sagen wir Ihnen das nach der Voruntersuchung und nennen Ihnen eine Praxis oder Klinik, die ein passendes Verfahren anbietet.
Können Sie sich die Augen lasern lassen?
Das lässt sich erst nach der Voruntersuchung sagen. Es hängt davon ab, wie stark Ihre Fehlsichtigkeit ist, wie alt Sie sind, ob Ihre Werte stabil sind und wie dick Ihre Hornhaut ist (IQWiG, 2024a).
Welche Fehlsichtigkeit lässt sich lasern?
Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, jeweils bis zu einer bestimmten Stärke. Die Stärke wird in Dioptrien (dpt) angegeben; Sie finden sie in Ihrem Brillenpass. Für LASIK und Femto-LASIK nennen das IQWiG und die Fachgesellschaften diese Richtwerte (IQWiG, 2024a; KRC, o. J.; IQWiG, 2024b; IQWiG, 2024c):
| Fehlsichtigkeit | Richtwert | Nach Aufklärung über höhere Risiken |
|---|---|---|
| Kurzsichtigkeit | bis −8 dpt | bis −10 dpt |
| Hornhautverkrümmung | bis 5 dpt | bis 6 dpt |
| Weitsichtigkeit | bis +3 dpt | bis +4 dpt |
Je stärker die Fehlsichtigkeit, desto ungenauer wird das Ergebnis und desto häufiger sind Nebenwirkungen (IQWiG, 2024a; KRC, o. J.). Eine Rolle spielen auch die Dicke Ihrer Hornhaut und die Größe Ihrer Pupille im Dunkeln (KRC, o. J.). Beides messen wir bei der Voruntersuchung.
Ab 18 Jahren (KRC, o. J.). Bei Kindern und Jugendlichen verändert sich die Brechkraft der Augen noch (IQWiG, 2024a). Auch bei Erwachsenen sollten sich die Werte in den letzten 12 Monaten kaum verändert haben (IQWiG, 2024a). Bringen Sie deshalb ältere Messwerte zur Voruntersuchung mit.
Die Form der Hornhaut bleibt dauerhaft verändert. In den ersten Wochen kann sich ein Teil der Korrektur zurückbilden. Reicht die Korrektur dann nicht aus, ist eine Nachbehandlung möglich (KRC, o. J.). Ab etwa 45 Jahren lässt die Sehkraft in der Nähe trotzdem nach (Alterssichtigkeit): Sie brauchen dann eine Lesebrille, wie andere Menschen auch (KRC, o. J.).
Wer kurzsichtig ist, sollte auch nach dem Lasern regelmäßig zur augenärztlichen Kontrolle gehen. Das Risiko für einige Augenerkrankungen, das mit Kurzsichtigkeit verbunden ist, ändert der Eingriff nicht (IQWiG, 2024a).
Nein. Eine reine Alterssichtigkeit lässt sich mit dem Laser nicht beheben (IQWiG, 2023). Wer zusätzlich kurz- oder weitsichtig ist, kann ein Auge für die Ferne und eines für die Nähe lasern lassen (Monovision). Dabei wird das räumliche Sehen schlechter, und nicht jeder gewöhnt sich daran (IQWiG, 2023). Wir bieten Monovision an, wenn Sie vorher mit Kontaktlinsen ausprobiert haben, ob Sie damit gut zurechtkommen.
Wann raten wir vom Lasern ab?
Vom Lasern raten wir ab, wenn eine dieser Bedingungen zutrifft (IQWiG, 2024a; KRC, o. J.):
- Ihre Hornhaut ist zu dünn oder hat eine Erkrankung, die fortschreitet.
- Sie sind schwanger oder stillen. Die Hornhaut kann sich in dieser Zeit vorübergehend verändern.
- Ihre Wundheilung ist gestört.
- Sie haben einen Grauen Star, der Ihr Sehen einschränkt.
- Sie haben einen Grünen Star mit stark eingeschränktem Gesichtsfeld.
- Sie haben eine feuchte Makuladegeneration oder bestimmte andere Netzhauterkrankungen.
Ob ein anderes Verfahren infrage kommt, lesen Sie unter Gibt es andere Laserverfahren?
Lohnt sich Augenlasern für Sie?
Das entscheiden Sie selbst. Wägen Sie dabei ab:
- Wie sehr stören Sie Brille oder Kontaktlinsen im Alltag, im Beruf oder beim Sport?
- Der Eingriff hat Risiken, und er lässt sich nicht rückgängig machen (IQWiG, 2024a; IQWiG, 2023).
- Sie zahlen ihn selbst.
- Ab etwa 45 Jahren brauchen Sie trotzdem eine Lesebrille (KRC, o. J.).
Welche Nachteile und Risiken hat Femto-LASIK?
Häufig sind trockene Augen und Blendung in der Dämmerung. Meist gehen diese Beschwerden innerhalb einiger Monate zurück, aber nicht bei allen. Komplikationen, die das Sehen auf Dauer einschränken, sind laut IQWiG selten. Wie häufig sie genau auftreten, lässt sich nach heutigem Wissen nicht zuverlässig sagen (IQWiG, 2024a).
Ob Sie danach ganz ohne Brille auskommen, kann niemand vorher zusagen. Manchmal ist eine Nachbehandlung nötig (KRC, o. J.). Vor der Behandlung besprechen wir mit Ihnen, welche Risiken bei Ihren Augen bestehen.
Beschwerden in den ersten Tagen und Monaten
In den ersten Tagen können die Augen schmerzen, brennen, tränen oder sich anfühlen, als wäre ein Fremdkörper darin. Laut IQWiG ist das unbedenklich und geht meist innerhalb einiger Tage vorüber (IQWiG, 2024a). Werden die Beschwerden stärker statt schwächer, melden Sie sich sofort bei uns. Danach können vorkommen (IQWiG, 2024a; KRC, o. J.):
- trockene Augen mit schwankender Sehschärfe,
- Lichtempfindlichkeit,
- helle Kränze um Lichtquellen (Halos),
- Sehen wie durch einen leichten Schleier.
Dadurch kann das Sehen in der Dämmerung und nachts schlechter sein, etwa beim Autofahren im Dunkeln (IQWiG, 2024a). Das Risiko dafür ist höher bei weiten Pupillen, bei Kurzsichtigkeit über −5 dpt und bei Weitsichtigkeit (KRC, o. J.). Befeuchtende Augentropfen können trockene Augen lindern (IQWiG, 2024a; KRC, o. J.).
Seltene Komplikationen
- Probleme mit dem Hornhautdeckel: Er kann verrutschen, etwa wenn Sie am Auge reiben, oder Falten bilden. Sie sehen dann doppelt oder verzerrt. Manchmal ist eine weitere Operation nötig (IQWiG, 2024a; KRC, o. J.).
- Zu viel oder zu wenig korrigiert: Dann ist eine Nachbehandlung möglich (KRC, o. J.).
- Entzündung, Narben, Fehler beim Schnitt in der Hornhaut (IQWiG, 2024a).
- Vorwölbung der Hornhaut (Keratektasie): extrem selten. Dann ist eine weitere Behandlung nötig, in Ausnahmefällen eine Hornhauttransplantation (KRC, o. J.).
Bei stärkerer Kurzsichtigkeit ist das Risiko für Komplikationen höher (IQWiG, 2024a).
Platzhaltertext: Fiktive Musterpraxis. Medizinische Inhalte vor einer echten Veröffentlichung fachlich prüfen lassen.